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Wunschlos glücklich in der Platte

Ein bisschen Fitness verlangt es schon ab, in der Kopenhagener Straße ins vierte Obergeschoss zu steigen. Henry Laurich stört das überhaupt nicht, er ist solche Herausforderungen in der „Platte“ von klein auf gewohnt. „Ich bin ein DDR-Kind. Meine Eltern hatten eine Genossenschaftswohnung in Lichtenberg am Tierpark“, erzählt er. „Die war im zehnten Stock. Da gab es zwar einen Fahrstuhl, aber der war auch gern mal kaputt.“

An das Treppensteigen lässt sich also ein Haken setzen. Ansonsten sieht der 57-Jährige vor allem Vorteile am Leben im Plattenbau. Er kennt es auch anderes, hatte unter anderem ein Eigenheim in Falkensee. Das bedeutet aber vor allem, sich um alles selbst kümmern zu müssen. „Irgendwann ist man nur noch Sklave seines Hauses“, stellte Henry Laurich fest und suchte sich wieder eine Wohnung.

Zuletzt lebte er in Potsdam, aber dort wurde es ihm zu eng und ungemütlich. „Die Stadt baut sich immer mehr zu“, findet Henry Laurich. Er suchte im Umland und wurde Anfang 2023 in Brandenburg an der Havel fündig. „Hier gibt es genauso Wasser und Wald, eine wunderschöne Altstadt und es ist entspannter von der Atmosphäre“, sagt er.

Henry Laurich zog in die Drei-Zimmer-Wohnung in Hohenstücken, deren Komfort er zu schätzen weiß. Auch wenn der studierte Betriebswirt sie unter der Woche wenig zu Gesicht bekommt. Er pendelt beruflich nach Berlin. „Die Anbindung ist optimal mit der Tram zum Bahnhof und von dort weiter zum Zoologischen Garten“, sagt er und überrascht mit den Worten: „Ich habe mein Auto verkauft, als ich hergezogen bin.“

Neben Lage und Infrastruktur würdigt Henry Laurich auch seine gut geschnittenen 65 Quadratmeter samt Balkon. Der geht zur Südseite raus und er genießt den freien Blick, wenn er dort sitzt.

Das dritte kleine Zimmer ist sein Wäsche- und Stauraum, verrät der Wahlbrandenburger. „Das ließe sich auch gut als Gästezimmer nutzen“, meint er und vergibt daraufhin gleich ein Lob für die Services der WBG. „Die Genossenschaft hat kleine Gästewohnungen, die man sich für wenig Geld anmieten kann.“

Auch sonst hat Henry Laurich nur positive Worte übrig. „Ich finde, dass die Genossenschaft viele Angebote macht, um Kontakte schließen zu können.“ Er selbst hat unter anderem am Blind-Date-Event „First Date in der Platte“ teilgenommen und sich außerdem das Balkontheater Teil 4, „Spuk im Neubaugebiet“, angeschaut. „Das sind alles originelle Ideen“, meint Henry Laurich – und will auf jeden Fall noch weitere Events besuchen.

Nach knapp drei Jahren fühlt er sich pudelwohl in der Stadt, mag nicht nur die Umgebung, sondern auch die Menschen hier. „Ich halte die Brandenburger nicht für kontaktscheu. Man kommt schnell mit ihnen ins Gespräch“, sagt der einstige Berliner. Alles in allem habe er absolut kein Bedürfnis, aus der Platte wegzuziehen, sagt Henry Laurich und fasst zusammen: „Ich bin wunschlos glücklich.“

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